Cordoba-Part 4

Mein heutiger Eintrag wird wohl etwas kuerzer als gewohnt ausfallen. Der Grund dafuer ist nicht etwa Faulheit oder Trunkenheit zuzusprechen, sondern viel mehr der Tatsache, dass ich in den vergangenen paar Tagen krank war und somit auch nicht viel Aufregendes erlebt habe (An dieser Stelle waere etwas Beileid angesagt..........Danke.). Was mich plagte? Nun, ich versuche mich mal diplomatisch korrekt auszudruecken, um meine Leserschaft nicht zu vertreiben: Ich hatte Fieber, Kopfschmerzen und (...wartet, den folgenden Begriff muss ich in meinem Arzt-Fachbegriff-Lexikon nachschlagen...) den Scheisser (...sorry, nicht gefunden!). Obwohl ich mehrere Tage das Bett (...und Klo!) huetete und das Haus kaum verliess, schaffte ich es, in ein FettNAEPFCHEN zu treten (Ihr kennt mich ja!), welches ich euch nicht vorenthalten will:

An meinem ersten Krankheitstag schien sich alles und alle gegen mich verschworen zu haben! Tapfer (...oder stur?) wie ich bin, fuhr ich an diesem Morgen naemlich noch zur Arbeit. Das war aber fuer die Katz (MIAU!). Denn zuerst wartete ich, bereits angeschlagen, ueber eine halbe Stunde lang auf den Bus, der an diesem Tag einfach nicht auftauchen wollte (Nein, ich war NICHT zu spaet dran!). Schlussendlich (...und einige Fluchwoerter spaeter...) tauchte dieser dann doch noch auf, steckte aber bald in einem ausgewachsenen Stau (...wohl wieder ein Auffahrunfall...). In der Folge kam ich eine gute Stunde zu spaet zur Arbeit (Ja, das verschafft mir ein schlechtes Gewissen, obwohl ICH ja fuer meine eigene Arbeit bezahle und mich wahrscheinlich KEIN SCHWEIN vermisst hat!), nur um 20 Minuten spaeter wieder denselben Weg nach Hause zu fahren, da alle Jungs bereits mit einem Sportlehrer unterwegs waren (Danke fuer die fruehzeitige Info!). Zu Hause angekommen, durchsuchte ich den Kuehlschrank nach Cola und den Rest des Hauses nach etwas Salzigem, da dies ja bekanntlich gut fuer den Magen sein soll (...aber ohne Alkoholzuschuss und Schirmchen!). Natuerlich fand ich nichts dergleichen und fiel deswegen zuerst einmal in ein mehrstuendiges Fieber-Schlaf-Koma.

Als ich gegen Abend wieder erwachte (=zu mir kam), schien noch immer niemand zu Hause zu sein (...der fuer mich kochte und mir ein Tablett ans Bett brachte...) und so beschloss ich, etwas Reis zu kochen, bevor ich RICHTIG schlafen ging (Haengt jetzt nicht ab, Leute! Der Reis ist ein wichtiger Bestandteil der Geschichte!). So schleppte ich mich im Fieberdelyrium in die Kueche, wo (Oh Wunder!) ein Topf mit bereits gekochtem Reis auf dem Herd stand (Leute, glaubt mir! Der Reis ist WIRKLICH wichtig!). Anscheinend hatte sich doch nicht ganz alles gegen mich verschworen. Ich musste also nur noch die Mikrowelle einschalten und mein Abendessen erhitzen (Details ueber die Gardauer erspare ich euch jetzt, sonst faellt die andere Haelfte der Leserschaft auch noch in ein Schlafkoma...). Etwas merkwuerdig kam es mir in diesem Moment ja schon vor, dass der Reis versalzen war, denn dem Chefkoch Jean passiert dies normalerweise nicht. Aber etwas mehr Salz schien mir, in Anbetracht der zuvor verlorenen Fluessigkeitsmenge durch die Darmpforte, nicht falsch zu sein. So ass ich tapfer mein Haeufchen Reis und ging zu Bett.

Am folgenden Morgen ging es mir weder besser noch schlechter (...dies ist ebenfalls eine wichtige Info!). Dennoch schleppte ich mich in die Kueche um mit dem Rest der inzwischen wieder aufgetauchten Familie einen Tee zu schluerfen. Als ich so am Fruehstueckstisch sass und der emsigen Ines zuschaute, welche die Kueche sauber machte, verzog diese ploetzlich angewiedert ihr Gesicht. Der Grund ihres Ekels schien unter dem Deckel "meines" Reistopfes zu liegen. Ich ahnte Boeses, fragte aber trotzdem (...ebenso tapfer, wie ich am Abend zuvor den Reis gegessen hatte...), was denn los sei. Ines antwortete: "Oh, den HUNDEREIS habe ich voellig vergessen! Der steht hier schon seit Tagen rum...den kann ich also nicht mal mehr den Hunden fuettern!"

 

Die Geschichte hat sich natuerlich unter den Volunteers schnell rumgesprochen und wer mich zuvor noch nicht (...unter dem Namen "Queso"...) gekannt hatte, der kennt mich jetzt (...unter dem Namen "Dog Food"...). So kann man auch im Gespraech bleiben... .

Bis bald !!!

17.12.10 00:42

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