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Noosa Heads-Harvey Bay-Fraser Island-Bundaberg-Town of 1770-Lady Musgrave Isalnd-Airlie Beach

Ein samichlausaehnliches Gebimmel reisst uns auf dem Campingplatz in Noosa Heads jaeh aus dem Tiefschlaf. Genervt fangen wir reflexartig buenzlischweizermaessig an zu fluchen. Dies war ein gravierender Fehler! Denn ein muedes Winken aus unserem Vanfenster genuegt und ein netter, junger Herr serviert uns die sonntaeglichen Gipfeli direkt ins Schlafgemach. So ein Service wuenschen wir uns jeden Morgen (fuer Mamis: Zopf geht auch!). Noosa Heads hat aber auch sonst noch so einiges zu bieten: schoene Sonnenuntergaenge, lange Straende, Urwald, Shoppingmoeglichkeiten, gutes Essen, Campingplatz am Meer, lustige Rentner und sonst noch so einiges.

Der Campingplatz in Harvey Bay ist vor allem wegen dem netten Personal und dem gratis Fruehstueck ein Highlight. Ersteres ist jetzt moeglicherweise den Job los, da es unbedingt mit uns bis in alle Nacht noch ein Bierchen trinken wollte. Aber ohne Job lebt es sich ja bekanntlicherweise auch ganz gut...denn so koennen wir einen Tagesausflug auf Fraser Island machen (fuer Lehrer: die ganze Insel besteht aus Sand). Schon frueh an diesem Morgen wird uns klar gemacht, in welcher Gefahrenzone wir uns da befinden. Denn auf der Insel leben 7 der 10 gefaehrlichsten Schlangenarten (fuer Geschwister: ein Biss fuehrt innert Sekunden zum Tod...krass, hm?!) und wir muessen staendig mit Angriffen wilder Dingos rechnen. Der Fluchtweg ueber das Meer waere auch sinnlos, denn hier wimmelt es von diversen Haiarten, toedlichen Quallen und falls wir dies alles irgendwie ueberleben wuerden, waere da immer noch die Stroemung, welche uns in die Tiefen des Ozeans reissen wuerde. Da bleibt uns ja wohl nur noch ein Flug in den Luftraum uebrig und wir nutzen die seltene Chance (...mit unserer reflexartigen Reaktion...), einen 20-minuetigen Rundflug mit einem einzigartigen Buschpiloten ueber die Insel zu machen (fuer Papis: wir starten und landen am Sandstrand). Nach einer Zwischenverpflegung am Lehrertisch geht es weiter zum Lake Mc Kenzey (fuer Lehrer: dies ist einer der 7 schoensten Badeorte der Welt). Dort reiben wir uns als erstes kraeftig mit Sand ein, da uns versichert wird, dass wir danach 10 Jahre juenger aussehen. Gewirkt hat es natuerlich und auch sonst war das Baden ein "Traeumli". Auf der Rueckfahrt freunden wir uns mit drei Hollaendern an, mischeln das ganze Boot auf und stossen mit ihnen abends auf unser Abenteuer an.

Einem Tip unserer neuen Freunde folgend, landen wir im Touricenter von Bundaberg, wo man die Moeglichkeit haben sollte, die frisch geschluepften Meeresschildkroetchen zu beobachten. Dafuer sind wir aber leider 2 Tage zu spaet. Voellig enttaeuscht schlendern wir dem Postkartenregal entlang, wo uns der Anblick einer einsamen Insel Trost spendet. Da wollen wir hin! Gedacht, gebucht. So fahren wir noch am selben Tag nach Town of 1770, dem Ausgangspunkt unserer Inselexpedition. In dieser Nacht koennen wir vor lauter Aufregung kaum schlafen (fuer Lehrer: so fuehlen sich eure Schueler vor Schulreisen) und wachen schon mit dem ersten Lichtstrahl auf. Endlich geht es los zur Lady Musgrave Island (fuer Lehrer: hier faengt das Great Barrier Reef an). Gewappnet mit Reisetabletten und Bikini stuerzen wir uns ins Vergnuegen. Zwar versichert uns die Schalterlady, dass die See heute ruhig sei, jedoch koennen wir das etwas spaeter mit blassgruenen Gesichertern nicht so ganz bestaetigen. Beim Anblick "unserer" Trauminsel kehrt die Farbe, dicht gefolgt von der Euphorie, wieder zurueck. Da juckt es uns so in den Beinen (...nicht nur wegen den vielen Mueckenstichen...), dass wir kaum Sekunden spaeter mit Schnorchel, Taucherbrille und Flossen ins lauwarme Nass springen. Da bleibt uns glatt der Atem weg! Hunderte, wenn nicht tausende, kleine buntgestreifte Fischchen schwaenzeln um uns und die vielen bunten, atemberaubenden Korallen herum. Wir vergessen in dieser Traumwelt voellig die Zeit und haetten dabei fast den Inselrundgang verpasst. Hier lernen wir so einiges ueber dieses kleine Paradies und koennen sogar noch einen japanischen "Paradiesvogel" mit Hut beobachten. Zurueck auf dem Schiff verschlingen wir einen Lunch und sind danach wieder die ersten, die ins Wasser zurueck springen. Uns stockt schon wieder der Atem! Denn nun schwimmen auch noch riesige Wasserschildkroeten mit uns mit! Wir sind so ueberwaeltigt von der ganzen Unterwasserwelt, dass wir uns am liebsten von der Gruppe davongeschlichen und die Campmoeglichkeit auf der Insel wahrgenommen haetten. Aber wir zwei "Schisshasen" haben etwas Angst vor den Kannibalen und Piraten (...Captain Jack laesst gruessen...). So muessen wir wohl oder uebel mit dem Schiff die ruhige Rueckkehr antreten und geniessen dafuer die frische Brise auf dem Sonnendeck.

Puenktlich zum Sonnenuntergang sind wir zurueck auf dem Campingplatz am Strand und sitzen mit einem Bierchen auf den Picknickdecken (...alias Flugzeugdecken...) in der vordersten Reihe. Die Stimmung unter dem roetlich gefaerbten Himmel ist perfekt, als eine Gruppe Delfine vor uns vorbeischwimmt. Wir sind so entzueckt vom ganzen Tag, dass auch wir spaeter unter dem gigantischen Sternenhimmel ein naechtliches Bad nehmen. Wir sind uns einig, dass die letzten 12 Stunden zu den besten des ganzen Reisejahres gehoeren. Und so "pfueselen" wir gluecklich und zufrieden in unserem heimeligen Van ein (Schloof guet, traeum suess und schtreck d Fuess!).

Fazit:

  • Wenk, denn gets Gipfeli as Bett!
  • Die pensionierten Australier sind die groessten Unruhestifter auf den Campingplaetzen.
  • Die spinnen, die Australier!
  • Gehoeren wir jetzt auch zum schwedischen Bikini-Team?
  • Hey, Cookie-Monster!
  • Das send jo paradiesischi Zuest(r)aend!
  • Flughunde und Papageie(n) sind schoene Plaggeister!
  • Do choeme mer fascht d Traene!
  • Chani im Van zwuesche oeich schloofe?

3 Kommentare 6.4.08 10:05, kommentieren



Airlie Beach-Whitsunday Islands-Airlie Beach-Mission Beach-Cairns

Als kroenenden Abschluss unserer unglaublich aufregenden, spannenden, lehrreichen, sonnigen, maennerreichen, beachigen, surfigen, campervanigen, sonnenauf-und untergangsreichen, shoppingreichen, smoothietrinkenden, humorvollen, traenenreichen, vorlachendiebauchmuskelnstraffenden, braeunenden, tierischen und einfach unuebertreffbaren 3 Monate, goennen wir uns einen 3-taegigen Segelturn rund um die Whitsunday Islands. Zwar vergehen zwischen Buchen und Segeln 2 Tage, doch die wissen wir gut zu ueberbruecken. Untertags geniessen wir die Sonne mit einem Smoothie und am Abend nutzen wir die kuehleren Stunden fuer ein oder auch mehrere Bierchen (Naehreres wollen wir an dieser Stelle gewollt verschweigen).

Nun, dann ging's am Montagmorgen augenringlos (...oder auch nicht...) los in Richtung Hafen. Unsere Erwartungen sind hoch, doch werden diese nicht so ganz erfuellt. Mit uns an Board sind zwei egoistische Israelinnen (...die eine hinterlaesst Kratzspuren auf meinem Oberschenkel...), drei junge Englaenderinnen (...keine Ahnung, wie die heissen...), ein pruedes schweizer Paerchen (...sie labert uns den ganzen Tag voll...), ein in Shanghai lebender Mr. Schweiz (...nimmt jede weibliche Gelegenheit wahr...), ein durchgeknallter Ire (...wird spaeter aus einer Bar geworfen...), ein englischer Lehrer (...I wett i waer, ae Teddybaer...), eine sympathische Irin (...sehr trinkfreudig...), ein verheirateter Captain (...wortkarg...) und der gutaussehende Skipper Zac (...der aufgehende Stern am Himmel...). Wir haben aber trotzdem unser eigenes Fest an Board und gehen mit den vielen bunten Fischli schnorcheln, bestaunen das Sternenmeer, zaehlen die Sternschnuppen, halten die Yacht in Balance, unterhalten saemtliche Passagiere, duerfen den "Magic Stick" ins dunkle Wasser halten und versuchen zusammen in einem Schlafsack auf der 90 cm breiten Koje zu schlafen (So nahe waren wir uns noch nie!). Das wuerde also nicht jede(r) mitmachen!

Gluecklich, wieder festen Boden unter den Fuessen zu haben, schaukeln wir am Abend in eine Bar, wo wir mit einigen Passagieren der Eureka2 die letzten drei Tage Revue passieren lassen. Dabei schwingen (...Lisa wuerde an dieser Stelle sagen "schlagen"...) wir das Tanzbein, beobachten etliche Flirtversuche des Mr. Schweiz, amuesieren uns ueber den irren Iren und freunden uns mit seiner Landesgenossin an. Diese nehmen wir an den zwei folgenden Tagen auch in unserem Van mit (...und das duerfen nur Auserwaehlte!) bis nach Cairns. Auf der Fahrt dahin ueben wir uns als "Airband" und haben auch sonst viel zu lachen. So kommt wenigstens keine allzu grosse Ferienendstimmung auf. Das sparen wir uns bis ganz zum Schluss auf und der kommt noch frueh genug!

Fazit:

  • Dae schnarcht bestimmt!
  • I'm a weirdomagnet!
  • Stoend die Muffins bim Freefood?
  • Nei, dae isch z jung...
  • Isch das jetzt d Situation?
  • Augecheck!
  • This girl is fucking brown!
  • A fucking Lemonade, please!

1 Kommentar 13.4.08 08:34, kommentieren

Cairns-Perth

Cairns und der schmerzliche Abschied von Lisa 

Es sind Geruechte im Umlauf, dass sich das glueckliche Reisepaar Regulisa letzten Montagmorgen in aller Herrgottsfruehe unter dramatischen Umstaenden getrennt habe! Es gibt Augenzeigen die behaupten, es seien sogar Traenen geflossen. Seit nun schon einer ganzen Woche gehen die beiden getrennte Wege und scheinen sich mit verschiedenen Aktivitaeten abzulenken. Regula habe sich mit einem Frustshopping in Perth die Zeit vertrieben, Lisa hingegen hat sich mit einem Tauchgang beim Great Barrier Reef und einem Trip zum Cape Tribulation aufgeheitert!

Die gemeinsame Reisezeit hat jedoch viele (...) Erinnerungen hinterlassen....

1.) die meist gesagten Worte:

  • "Wele Smoothie nemmsch du?"
  • "Fentsch das oebertrebe?"
  •  "Frogsch DU?!"
  • "Wart, e froge mol..."
  • "Abbiege! Do esch der Billabong/Rip Curl/Quicksilver/City Beach!"
  • "Het DER oepper gschrebe?"
  •  "Achtong! Do choennts Schlange ha!" "BUUUUHHH!!!"
  • "Fentsch das ned doof?"
  • "Hey, lueg mol dae uf 6 Uhr/9 Uhr/12 Uhr/...!"
  • "Hesch s Liecht secher ned lo broenne?"
  • "Het aecht dae es Oeberbroeckigskabel?"
  • "Was hesch hoet zNacht troeimt?"
  •  "Was soelli hoet alegge?"

2.) die meist gehoerten Worte:

  •  What's your name?..........What?!.........Can you spell it?"
  • "No worries."
  • "What do you wanna drink?"

3.) die Highlights:

  • Milford Sound (...schoener Taaaaaag!),
  •  Queenstown (..........),
  • Queen Charlotte Track (...mit Velo- und Kayaktrip...),
  • Great Ocean Road (...mit Schlaengli...),
  • Byron Bay (....Wicked Paradise...),
  • Lady Musgrave Island (...mit Cookie Monster...),
  • Whitsunday Islands (...und alles, was dazu gehoert...),
  • Australian Zoo (...mit Wombat auf allen Vieren...)

4.) die Lieblingssongs:

  • I'm stuck in a moment and can't get out of it (...wie wahr, wie wahr...),
  • How to save a life (...ja, wenn ich das wuesste!),
  • E wett i waeaeaeaer, di Teddybaeaeaer (...das ist natuerlich ein bloeder Witz!)

5.) die Lieblingsnahrung:

  • neuseelaendisches Muesli mit joghurtummantelten Boelle (...spaeter nur noch Boelle...),
  • Sushi (...vor allem die Teile mit Lachs und Avocado!),
  •  Mangos (...fuer Lisa moeglichst hart wie Stein, fuer Regi am liebsten an der Gaehrungsgrenze...)
  • und nochmals Sushi (...davon kann man nie genug essen!)

6.) die Lieblingsschlafplaetze:

  • Ueberall dort, wo der Sternenhimmel gut sichtbar ist und man keine Angst vor Schlangen unter der Picknickdecke, amocklaufenden Flughunden oder nervenstrapazierenden Zeitgenossen haben muss.

 7.) die bewegensten Momente:

  • Abgesehen von der schmerzhaften Trennung in Cairns faellt uns da einmal mehr das Schnorcheln inmitten der vielen bunten Fischli ein (...alle weiteren bewegenden Momente sind induviduell verschieden...).

 8.) das Lieblingsgetraenk:

  • Green Tea Mango Mantra (Original Size!)

9.) die Lieblingsmomente:

  • schnorcheln mit Riesenschildkroeten rund um die Lady Musgrave Island ("Die het mi im Fall agluegt!"
  •  20-minuetiger Rundflug ueber Fraser Island ("YYYYYHHHHAAAAAA!"
  • etliche Sonnenuntergaenge (...am liebsten mit einem Woodstock in der Hand...)
  • beinahe allabendliche Beobachtungen des Sternenmeers ("E ha en Schtaernschnuppe gseh!"
  • Mitternachtsbad in Town of 1770 (...siehe vorherige Klammerbemerkung...)
  • Kayakfahren in Neuseeland (...mit Privatstrand...)

10.) die Lieblingsduschen:

  • klarer See in Autobahnnaehe, irgendwo im schoenen Neuseeland (...die nach uns aufkreuzenden Fischer hatten wohl weniger Freude an den Schaumkronen im Wasser...)
  • ruhig dahinfliessendes Baechli, ebenfalls irgendwo im Kiwiland (...da floss der Schaum wenigstens schnell ab...)
  • auf einem Steg beim Queen Charlotte Track (...gehoert ebenfalls in die Kategorie "schoenster Haarschneideplatz"...)

11.) die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Ein Wombat erkennt man auch auf dem Ruecken als Wombat.
  • Die Australier sind noch durchgeknallter als wir.
  • Im Falle einer Autopanne reicht es in Neuseeland, an den Strassenrand zu stehen und hilflos zu laecheln.
  • Duschen ist ueber laengere Zeit nicht nur in einer Dusche moeglich.
  • Australier, Iren und Englaender trifft man hoechst selten nuechtern an.
  • Townsville und Byron Bay haben in vielen Hinsichten einiges zu bieten.
  • Wenn man in Australien nach 10 Uhr abends auf einem Campingplatz eintrifft und vor 8 Uhr morgens wieder verschwindet, ist das Campen gratis (...oder wir haben da was falsch verstanden...).
  • Auf Campingplaetzen hat es in der Regel sehr viele Rentner und Kinder.
  • Wir wuerden noch als 18-Jaehrige durchgehen.
  • Muesli mit Wasser an Stelle von Milch ist auch geniessbar.
  • Wicked-Camper fahren bergauf mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 38,5 km/H.
  • Haare schneiden ist gar nicht so schwierig.
  • Die Person, welche im OK-Tratschheftchen das Horoskop schreibt, kennt uns anscheinend gut.
  • Nicht jeder Sushi-Laden ist zu empfehlen.
  • Muesli mit Boellen kann man auch ueber mehrere Tage hinweg zweimal essen.
  • Muffins, die beim Free Food stehen, darf man essen.
  • Den Job kuenden und durch die Welt gondeln ist toll (...solange das Geld reicht...)!

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