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Wangen-Zuerich-Dubai-Sydney-Christchurch

Kurz zu meiner dreissigstuendigen Reise ins Kiwiland: Schnittige Fahrt (...gaell Andrea?!) an den Flughafen von Zuerich. Belaecheln eines Taxichauffeurs, dem meine Fahrerin den Parkplatz vor dem Abflugsterminal streitig gemacht hat. Problemloses Einchecken (...ohne Drachen). Schlafloser Flug nach Dubai. Bestaunen und Bestauntwerden aller arabischen Fluggaeste (...Was?! Eine blonde Frau alleine auf Reisen?!). Herumlungern am Luxusflughafen. Fuenzehnstuendiger, schlafloser Flug nach Sydney. Erstickungsgefahr nach Parfumattacke des Flugpersonals. Einnehmen von mindestens fuenf vollen Mahlzeiten. Ertragen des schnarchenden Nachbarns und fuenf schreienden Kindern (...und ich hab immer gedacht, die brauchen viel Schlaf!). Kaffeeplausch mit Schweizerin in Sydney. Dreistuendiger Flug nach Christchurch...

2 Kommentare 8.2.08 23:41, kommentieren



Reunion in Christchurch

Neuigkeiten im Fall Regulisa

reli: Nach der schmerzhaften Trennung in Vancouver im September letzten Jahres, kam es am 8. Februar 2008 am Flughafen von Christchurch zur langersehnten Reunion der beiden Frohnaturen Regula L. und Lisa M..

Gemaess der Augenzeugin A. aus B.* wartete eine braungebrannte Lisa, sichtlich nervoes, bereits eine halbe Stunde vor der geplanten Ankunftszeit von Regula in der mit Spannung geladener Luft gefuellten Wartehalle. Es machte den Anschein, als ob sie beunriuhigt ueber den sicherheitsmangelnden Vorfall jenes Morgens war. Die geistig umnachtete Frau C. aus D.* versuchte aus finanziellen Gruenden mit einem einfachen "Schnitzerli" den Piloten E. aus F.* dazu zu bewegen, sie gratis nach Sydney zu fliegen (ausfuehrlicher Bericht siehe S. 25).

"Regula wirkte sehr erschoepft", meinte die Mitreisende G. aus H.*,"ich hatte etwas Angst um ihre Gesundheit, denn sie war erschreckend bleich." Diese Aussage soll aber nicht zu weiterer Beunruhigung beitragen, denn wie allgemein bekannt ist, sind Langstreckenfluege nie erholsam.

Um 13.49 Uhr oeffnete sich die glaeserne Tuer. "Regula und Lisa wirkten so gluecklich und hatten dasselbe Glaenzen in den Augen, welches bei den Beiden zum letzten Mal in Vancouver zu beobachten gewesen war", sagte die Flightattendant I. aus J.*. "Sie strahlten innere Freude aus."

Weitere Augenzeugen wollen Regulisa in den folgenden zwei Tagen des weiteren in einem Backpackers, in etlichen Surfshops und beim gemuetlichen Kaffeeklatsch vor dem sonnigen Starbucks gesichtet haben. Von Freunden der beiden haben wir zudem erfahren, dass eine aufregende Reise geplant wird. Es bleibt also spannend...oder wie die Freundin K. aus L.* meint:" Ich freue mich wahnsinnig auf weitere abenteuerliche Stories von Regulisa."

 * Name ist der Redaktion bekannt.

Fazit:

  • Do mues me ned warte bis er gruhiged het!
  • Vo huet a wird wieder alles andersch.
  • Ich lueg viel z fest uf d Verpackig.
  • Gwuessi Sache mues me eifach usprobiert ha.
  • Mach s Muhl zue, dini Zaehn blaende!
  • Soell i es Foeteli mache? De gseht dis Mami, dass gruhiget hesch!!!

1 Kommentar 10.2.08 07:37, kommentieren

Christchurch-Timaru-Dunedin-Riverton-Te Anau-Milford Sound

Gepackt sind am Montagmorgen alle Sachen,

jetzt muessen wir uns aber schleunigst auf den Weg machen.

Zur Shuttelbus-Station wollen wir gehen, die wir ploetzlich in Form der Vermietstation sehen.

Wicked-Camper erlaubt sich da wohl einen Spass,

das finden wir beide voll krass!

Drei Stunden muessen wir auf unser Auto warten,

dafuer gibt es gratis Karten.

Leider spielt uns der Fahrergurt einen ueblen Streich,

das finden wir einen schoenen Seich.

Deswegen muessen wir zur Garage zurueck,

und stuerzen uns danach in unser (Un-) Glueck!

Los geht es in den Linksverkehr mit Mut,

das kommt schon Gut.

 Warum tun die nur alle so wild winken,

wenn wir doch so schoen brav blinken?! 

Sind wir da im Gegenverkehr? Nein!

Wir benutzen den Scheibenwischer trotz Sonnenschein!

Spaet ist es geworden und wir wollen gehen,

damit wir beim Fahren noch etwas sehen.

 Aber anstatt im Sueden landen wir im Norden,

das macht uns etwas Sorgen.

Zum Schlafen ist es jetzt Zeit,

wir machen unser Piji bereit.

Am naechsten Tag sind wir wieder fit

fuer einen weiteren Trip.

Zu den Boulder-Rocks am Meer,

da machen wir Fotos und mehr.

 Nach Dunedin fahren wir mit fast leerem Tank,

aber es hat noch gereicht, Gott sei Dank!

Nach diesem Schreck muessen wir uns erholen,

deshalb gehen wir uns einen Kaffee holen.

Die Parkuhr sagt, wir muessen umparkieren,

doch ich glaube, wir muessen marschieren.

Gebrannt hat die ganze Zeit das Licht

...ohhh, das glauben wir jetzt nicht!

Die Batterie die ist jetzt ganz leer,

so kommen wir aber nicht ans Meer.

Zwei Neuseelaender helfen zu ueberbruecken,

so koennen wir doch noch von der Stelle ruecken.

Am Abend geniessen wir am Schlafplatz die Sterne,

das machen wir mit einem Bierchen gerne.

Gelernt haben wir aus dem Fehler nicht,

schon wieder brennt am naechsten Abend des Autos Licht!

Dies merken wir in der Nacht bei Sturm und Regen,

denn wir koennen unseren Van nicht mehr fortbewegen.

So muessen wir warten bis zum naechsten Morgen,

und uns wieder eine Starthilfe besorgen.

Auf dem Milford Sound cruisen wir danach herum

und es ist uns zum Foetelen drum.

Beobachten koennen wir dabei Seehunde und Delfine,

da erhellt sich noch mehr unsere Miene.

Der ganze Tag war voller Sonnenschein,

da kann man ja nur gluecklich sein!!!

Fazit:

  • I have a strong will but a weak wont!
  • Rastaschafe und andere sind cool (maehhhhhhh)
  • Du muesch mir zeige wo rechts und links isch!

 

 

 

3 Kommentare 15.2.08 06:39, kommentieren

Milford Sound-Queenstown-Lake Hawewa-Fox Glacier-Punakaiki

Nach der atemberaubenden Schifffahrt auf dem Milford Sound zieht es uns weiter nach Queenstown (fuer Lehrer: dieses malerische Staedtchen ist wohlbekannt fuer die weltweit erste Bungeejumpingbruecke). Hier verzuecken nicht nur architektonische sondern auch andere Wunderwerke. Wir staunen und staunen...

Einen (hier nicht weiter nennenswerten) Termin spaeter, suchen wir im Regen einen Schlafplatz ausserhalb von Queenstown. Dabei werden wir von einem Paparazzi verfolgt, der unbedingt unseren Van von allen Seiten fotographieren will (und wir dachten schon, er will uns wegen dem illegalen Schlafplatz zurechtweisen!). Das Verfolgtwerden soll kein Einzelfall bleiben (wie wir bald merken werden).

Am naechsten Morgen verspueren wir einen inneren Drang nach intensiver Koerperpflege. Da nuetzen wir doch glatt die Gelegenheit in einem von der Strasse hervorragend ueberblickbaren See ein Schaumbad zu nehmen.

Erfrischt und hungrig machen wir uns auf die Suche nach Nahrung (was an einem Sonntag zu einer richtigen Herausforderung wird). In Fox Glacier werden wir dann endlich fuendig und haengen doch glatt noch den obligaten Touriausflug zum Fox Gletscher an (zur Info: es ist inzwischen neun Uhr abends). Haetten wir da schon gewusst, welche Torturen in der Nacht auf uns warten, waeren wir wohl noch etwas laenger geblieben. Denn wir werden von Tausend (mindestens...) Sandflies (fuer Lehrer: das sind kleine, blutruenstige, hinterhaeltige, nicht todzukriegende, ueberallhineinkriechende und unertraeglichhochsummende Biester) ueberaus gemeinst attakiert und gefoltert (kannst du dir jetzt diese Qualen vorstellen!?).

Zweieinhalb Stunden Schlaf (...ueber die ganze Nacht verteilt) spaeter und mit etwa zweieinhalb Liter Blut (mindestens...) weniger, entscheiden wir, aus gesundheitlichen Gruenden, die geplante zweitaegige Wanderung auf bessere Tage zu verschieben...wobei man in Anbetracht der erneuten morgentlichen Starthilfe (in Gestalt von drei jungen, gutaussehenden und aeusserst charmanten Automobilisten) nicht von einem schlechten Tag sprechen kann. So ist es uns an diesem Morgen doch noch moeglich, in die naechste Garage zu fahren, wo wir "zufaelligerweise" nochmals auf unsere drei Retter (...sind bestimmt Surfer!) treffen.

Damit jetzt keine Missverstaendnisse auftreten, muessen wir unbedingt noch etwas klaeren: All die bisher aufgelisteten Batterieausfaelle sind nicht etwa auf weibliche Unkenntnisse oder auf Mittel zu Maennerbekanntschaften zurueckzufuehren, nein, sondern auf einen laeppischen Wackelkontakt! Dies erklaert uns ein humorvoller Garagist, der fuenf Jahre in der Schweiz gearbeitet hat.

So vergeht auch dieser Tag rasend schnell und wir landen kurz vor Sonnenuntergang am Eingang von Punakaiki. Hoffentlich koennen unsere (...) Koerper in dieser Nacht die mangelnden Blutkoerperchen wiederherstellen.

 

Anmerkung der Redaktion:

Soeben haben wir von einer nicht deutschsprechenden Vannachbarin erfahren, dass sie sich koestlich ueber unser Blogschreiben und das dazugehoerige Gelaaechter amuesiert habe und dass ihr mit Beziehungsproblemen belasteter Abend somit gerettet sei. Ach, so ein positives Feedback tut schon gut (...)!

Fazit:

  • Mach ja nie aus einem Elefanten eine Sandfly
  • Danke Voegeli jetzt muen mir nuemm abwaesche!
  • Flueg Voegeli flueg!
  • Auch andere Scheinwerfer werden brennen gelassen.
  • Our flatterie is low...
  • Feldversuche sind vor allem in der Nacht lustig!

3 Kommentare 19.2.08 05:53, kommentieren

Punakaiki-Westport-Murchison-Motueka-Marahau-Takaka-Cape Farewell-Motueka

Es ist 16.45 Uhr (...irgendwann zwischen Montag und Sonntag). Wir sitzen vor einem gemuetlichen Kaffee in Motueka, die eine schluerft ein Frappe, die andere einen Eiskaffee (Achtung:der erste, der erraet, wer was trinkt, bekommt in den naechsten Tagen eine wunderschoene, selbstgedichtete Postkarte der Redaktion zugeschickt). Folgende Szene spielt sich vor unseren Augen ab: Mann und Frau, deutschsprechend, geschaetzte 56 Jahre alt, brechten wegen einer Banalitaet in einen giftigen Ehestreit aus. Wir wuerden diese Nebensaechlichkeit ja nicht erwaehnen, wenn wir aehnliche Szenen nicht schon des oefteren miterlebt haetten. anscheinend wirkt unser Lachen hier nicht ansteckend.

Na ja, zurueck zum Wesentlichen: Ausgeschlafen (...bis um acht Uhr!) geht es zufaelligerweise zur High Tide zu den Pancake Rocks (fuer Lehrer: Das sind Gesteinsformationen, die omelettenartig ins Meer ragen). Dort machen wir mal wieder ein paar gute Schnappschuesse, bevor es uns dann weiter nach Norden zieht. Die Schlafplatzwahl wird heute nach dem Kriterium "Ruhigesverstecktessandflylosesplaetzchen" mit einfachem Zugang zu einem "Klarennichtzuheftigaberdochziehendenfluss" gefaellt. Dort springen wir wagemutig, ausgeruestet mit Shampoo und Rasierer, ins erfrischende Nass. Diese gewebestraffende Aktion gefaellt uns so gut, dass wir sie am naechsten Morgen, in aller Herrgottsfruehe, wiederholen.

Nach dieser Kaelte erwaermen wir uns an einem einsamen, wunderschoenen, kilometerlangen Sandstrand im Abel Tasman Nationalpark. als die Sonne ans Untergehen denkt, nuetzen wir ihre letzten Strahlen, um ans Cape Farewell zu fahren und dort rechtzeitig fuer einen romantischen Vollmondspaziergang in trauter Zweisamkeit (...umzingelt von lauter Schafen und Huehnern) bereit zu sein.

Das Cape Farewell (fuer Lehrer: Dieser Ort ist bekannt fuer seine Sandduenen, das sind vom Wind zufaellig angehaeufte Sandhuegel), welches wir am folgenden Tag erkunden, haut uns fast aus den Flip Flops! Denn so einen traumhaft schoenen Strand haben wir in unserem ganzen reiseerfahrenen Leben noch nie gesehen. Das muessen wir natuerlich sofort festhalten und machen vor lauter Freude Duenenspruenge vor der Kamera. Nach so viel Bewegung lockt das Meer!

Zurueck auf dem Parkplatz goennen wir uns ein ausgedehntes Picknick, werden von allen Leuten angelacht (...ob das wohl am Spruch auf dem Van liegt?) und treffen sogar ueberraschend eine "alte" Reisebekanntschaft. auch am Abend treffen wir wieder auf drei bekannte Gesichter, die uns zu einem Glaeschen Wein einladen.

Fazit:

  • Mir haettes schlechter choenne traeffe.
  • Du muesch zu jedem Rosindli no es Schoeggeli naeh!
  • Das hani au grad daenkt (...etwa 50 Mal am Tag).
  • Du Chochschau-Lueger!!!

4 Kommentare 23.2.08 06:30, kommentieren

Motueka-Nelson-Havelock-Malborough Sound (huestel)-Picton-Wellington

Samstag:

  • Regen - deshalb Kaefelen
  • lang aufgeschobene Dinge erledigen
  • Auto wird in Abwesenheit der Besitzerinnen versucht aufzubrechen (...war wohl ein Anfaenger!)
  • kurze Verunsicherung beiderseits, dann unbeirrter Gang ins Kino (...mit Wertsachen, inkl. Flugtickets)

Sonntag:

  • wieder Regen - deshalb wieder Kaefelen
  • Schwimmen im Aquatic Center (...nicht etwa Baedelen...erst nach 47 Laengen Baedelen im Whirlpool...)
  • Faehre buchen im Visitor Center - Amanda beraet uns - Unterhalten vieler ungeduldiger Touris - andere werfen boese Blicke

Montag:

  • Sonne
  • Fahrt von A nach B
  • Wandern auf dem Queen Charlotte Track (...wieder mal als einzige mit Flipflops)
  • Baden im Meer
  • Schlafplatzsuche und Sterne (...und andere(s)) beobachten

Dienstag:

  • wieder Sonne
  • Biken auf dem Queen Charlotte Track (...nicht in Flip Flops)
  • wieder im Meer baden (...Koerpersalz wird durch Meersalz ersetzt)

Mittwoch :

  • noch mehr Sonne
  • Kayaken im Malborough Sound
  • nochmals im Meer baden
  • Haareschneiden und Duschen auf dem Steg (...was braucht man mehr als einen Schlauch mit Suesswasser und ein Nagelschaerli?!)

Donnerstag:

  • Morgengrauen (...keine Ahnung welches Wetter)
  • spaeter viel Sonne
  • Faehrenfahrt von Picton nach Wellington (...in Delfinbegleitung)
  • Flanieren an und rund um die Meerpromenade (...selbst das kann teuer sein!)

Fazit:

  • "E ha sSchoggigschte gnoh, wos gha het!"
  • "Hesch s Nestbauersyndrom?"
  • "Machsch mer denn kei Beatles-Frisur, gaell?"
  • Unser Traumschlafplatz ist besser als Kino!
  • Rascheln im Gebuesch. Zusammenzucken. "Das isch sicher en Kiwi!"

 

1 Kommentar 29.2.08 01:12, kommentieren